Referenz

Effiziente und kostengünstige Lösung der H2S-Geruchsproblematik bei einem dänischen Versorgungsunternehmen

After installing the Grundfos solution, the smell problem is completely gone. The hydrogen sulphide sensor in Hobro indicates zero, and the complaints have stopped.

Brian Frost. Mariagerfjord Vand A/S

Mariagerfjord Vand A/S is a Danish public utility company wholly owned by the Mariagerfjord county. The company operates the municipal water and sewage works and pipe networks, serving the approx. 42,000 citizens of Mariagerfjord county including the city of Hobro (population approx. 12,000). The company aims to handle wastewater in an efficient and environmental way while providing its services in a cost-effective manner.

Beschwerden wegen Geruchsbelästigung und Korrosion in den Rohrleitungen durch Schwefelwasserstoff

Bis vor kurzem wurden die Bewohner in einem Stadtviertel von Hobro durch starken Schwefelwasserstoffgeruch belästigt. Für das Geruchsproblem waren Gullischächte außerhalb der Stadt verantwortlich. Hier wurde Abwasser mithilfe eines Pumpwerks weitertransportiert. Dabei bildete sich in den Druckleitungen so viel Schwefelwasserstoff, dass in den Gullischächten Konzentrationen von bis zu 500 ppm gemessen wurden. Schwefelwasserstoff sorgt aber nicht nur für lästige Gerüche, sondern auch für eine erhöhte Korrosion an den Rohrleitungen. Zudem entsteht ein potenziell gefährliches Arbeitsumfeld für das Betriebspersonal.

Wo genau sich Schwefelwasserstoff bildet, kann nur schwer vorhergesagt werden, sodass eine Lösung des Problems nicht leicht zu finden ist. Die Bildung von Schwefelwasserstoff hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die Abwassertemperatur, die Zusammensetzung des Abwassers und die Verweildauer des Abwassers in den Rohrleitungen. Auch wie oft und wie lange eine Schachtpumpe läuft, hat einen gewissen Einfluss. Eine perfekte Lösung für die Schwefelwasserstoffproblematik muss die realen Betriebsbedingungen berücksichtigen, um die Unvorhersehbarkeit des Auftretens händeln zu können.

Die Grundfos Lösung

Die Grundfos Lösung zur Schwefelwasserstoffproblematik, die 2015 in der Pumpstation von Hobro installiert wurde, setzt genau hier an. Sie berücksichtigt die tatsächlichen Gegebenheiten im Abwassernetz. Das Herzstück der Grundfos Lösung ist ein weiterentwickelter Regelalgorithmus, der im Grundfos Remote Management System (GRM) implementiert ist. Das GRM-System empfängt Signale von einem Gasdetektor, der in einem Kanalschacht installiert ist. Der Gasdetektor führt alle 15 Sekunden eine Messung durch und sendet die Ergebnisse der letzten 24 Stunden an das GRM-System. Basierend auf den empfangenen Daten berechnet die Grundfos Lösung automatisch die richtige Dosiermenge an Eisensulfat.

 

Der Grundfos Regelalgorithmus für die Lösung der Schwefelwasserstoffproblematik passt die zu dosierende Menge an Eisensulfat kontinuierlich an den aktuellen Bedarf im Abwassernetz an, ohne dass das Bedienpersonal eingreifen muss. Bei Problemen gibt das GRM-System eine Warnmeldung aus. Die Mitarbeiter können zudem jederzeit auf das internetbasierte System zugreifen, um den Betriebsstatus einzusehen und erforderliche Anpassungen vorzunehmen.

 

Das Ergebnis

Die bisherigen Ergebnisse zum Einsatz der Grundfos Lösung zur Beseitigung der Schwefelwasserstoffproblematik sind sehr vielversprechend. „Nach dem Installieren der Grundfos Lösung ist das Geruchsproblem vollständig behoben. Der in Hobro installierte Schwefelwasserstoffsensor zeigt den Wert Null an und auch die Beschwerden haben aufgehört“, sagt Brian Frost.

Zusätzlich zu einer erheblich verbesserten Kundenzufriedenheit konnte Mariagerfjord Vand A/S erhebliche Kosteneinsparungen erzielen. Die Kosten für die Aufbereitung von einem Kubikmeter Abwasser sind dank der Grundfos Lösung um 0,05 EUR gesunken. Die Zahlen basieren auf einem durchschnittlichen Verbrauch von 590 ml flüssigem Eisensulfat pro Kubikmeter Abwasser in der Pumpstation im Jahr 2015. Zugrundegelegt wurde ein Preis von 0,06 EUR pro kg Eisensulfat. Durch die Grundfos Lösung zur Beseitigung der Schwefelwasserstoffproblematik konnte der Chemikalienverbrauch bei Mariagerfjord Vand A/S um ca. 70 % reduziert werden.

Die Anlage ist so ausgelegt, dass die dosierte Eisensulfatmenge an die täglichen und saisonalen Schwankungen der Schwefelwasserstoffmengen angepasst wird. Die Schwefelwasserstoffkonzentration hat dadurch erheblich abgenommen – und zwar von bis zu 500 ppm auf zum Teil 0 bei einzelnen, isolierten Abweichungen von etwa 50 ppm. Außerdem müssen die Mitarbeiter von Mariagerfjord Vand A/S keine Zeit mehr damit verbringen, die Anlage zu überwachen und die Chemikaliendosierung manuell an den aktuellen Bedarf anzupassen. Dadurch wird der Arbeitsaufwand pro Schacht erheblich reduziert, sodass das Personal für andere Aufgaben eingesetzt werden kann.

Zudem erwartet Mariagerfjord Vand A/S, dass das Unternehmen bei der Wartung seines Abwassernetzes ebenfalls Kosten einsparen wird. Denn aufgrund der stark reduzierten Menge an Schwefelwasserstoff korrodieren die Pumpen und Rohrleitungen nicht mehr so schnell wie früher und müssen deshalb nicht mehr so häufig ausgetauscht werden. „Der Schwefelwasserstoff löst den Kalk aus unseren Betonrohren. Nach Installation der Grundfos Lösung erwarten wir, dass es sehr viel länger dauern wird, bis wir die Rohre austauschen müssen“, sagt Brian Frost.

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