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Cloud-basierter Fernzugriff auf Pumpen der Wasserversorgung

Grundfos Utility Connect: Dashboard-Visualisierungs-Lösung macht Anlagentechnik sichtbar

Aus Big Data durch Analyse und Mustererkennung Smart Data generieren: Es ist eines der ganz großen Versprechen der digitalen Transformation. Die Crux ist bis heute, dass smarte Feldgeräte wie Pumpen zwar fleißig Daten generieren, diese aber oft genug nicht adäquat analysiert werden. Generell werden weniger als 1 % der verfügbaren Daten aus Feldgeräten effektiv genutzt (Quelle: International Data Corporation). Ergebnis: Vorhersagen, Prioritätensetzungen und Planungen leiden unter nicht datengestützten Entscheidungen.

Eine Lösung ist seit Jahren verfügbar: SCADA-Systeme (Supervisory Control and Data Acquisition), die Anlagen standortübergreifend überwachen und steuern sowie Daten über deren Betrieb sammeln und aufzeichnen – das verschafft den Verantwortlichen eine bessere Sichtbarkeit der ablaufenden Prozesse. Diese Lösung hat für kleinere Wasserversorger aber einen entscheidenden Nachteil: Traditionelle SCADA-Systeme sind komplex in der Handhabung und teuer in der Beschaffung.

Grundfos hat als Alternative ‚Utility Connect‘ entwickelt: Eine Überwachungs- und Fernsteuerungsplattform, die es ermöglicht, Daten und Messungen schnell und einfach zu visualisieren, Anlagen effizient zu betreiben und Möglichkeiten zur Leistungssteigerung aufzuzeigen. Voraussetzung ist ein Kommunikations-Gateway, um die Systemdaten zur Cloud hochzuladen. Grundfos offeriert dazu unterschiedliche CIM-Systeme (Communication Interface Module); diese Steckkarten werden direkt im Antrieb der Pumpe eingesteckt bzw.in einer externen Box mit integriertem 24-240 Volt AC/DC-Netzteil.

Das Ergebnis: Eine intuitiv verständliche Cloud-basierte Dashboard-Visualisierung. Für jede Anlage wird deren ‚Gesundheitszustand‘ in Farbe angezeigt; per Anwendungsbild ist ein schneller Überblick über die angeschlossene Pumpstation möglich, die Kartenansicht informiert über den Standort der Anlage und die angeschlossenen Installationen in der Nähe. Der Zustandsmonitor hält den Betreiber über Alarme und Warnungen auf dem Laufenden. KPI-Kacheln ermöglichen die Visualisierung von Leistungsdaten wie Betriebsstunden, Starts, Stromverbrauch, Durchfluss und andere Parameter (das hängt ab von der Anwendung, den angeschlossenen Geräten und der installierten Sensoren). Kurz: Utility Connect verschafft dem Betreiber eine erhöhte Sichtbarkeit der Anlagentechnik. Darüber hinaus visualisieren Trenddiagramme historische Daten in einem bestimmten Zeitraum. Nicht zuletzt kann der Betreiber per Fernsteuerung bestimmte Einstellungen (beispielsweise des Sollwertes oder der Steuerniveaus) ändern und auch den Steuerungsmodus variieren (Auto, Start, Stop).

Welche Einsätze bieten sich besonders an? Hilfreich ist ‚Utility Connect‘ ganz eindeutig bei unzureichender Infrastruktur, im Grunde bei allen älteren Pumpensystemen. Dazu zählen insbesondere abgelegene Installationen, wo Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten zeitaufwändig und kostenintensiv sind. Vorteilhaft ist ‚Utility Connect‘ auch bei Prozessen, wo es aus Gründen der Nachhaltigkeit oder der Wirtschaftlichkeit auf Präzision ankommt – beispielsweise rund um das das Einbringen von Chemikalien (Chemigation) oder Flüssigdünger (Fertigation) in ein Bewässerungssystem.

Die Lösung ist zudem zukunftskompatibel, öffnet die Tür für zukünftige KI-basierte und Cloud-basierte Algorithmus-Technologien für Betrieb und Optimierung.

Weil es beim Einsatz von ‚Utility Connect‘ vielfach um kritische Infrastrukturen gehen wird, ist Cybersicherheit für Grundfos elementar: Mehrere Sicherheitsebenen schützen Daten, Systeme und Geräte, um den unbefugten Zugriff auf Kundeninformationen und Dienstleistungen zu verhindern.