Referenz

Integrierte Lösung für Mischkreise - Smart gemischt und per Cloud überwacht

Einen solchen Mischkreis mit einer Komplettlösung zu realisieren, anstatt alle Komponenten einzeln auslegen und installieren zu müssen, ist erheblich einfacher. Auch das nahtlose Zusammenspiel zwischen Regeleinheit und Pumpe ist ein entscheidender Vorteil.

Alexander Grafe, Technischer Leiter bei OVE Objekt-Versorgung mit rationellem Energieeinsatz

"Beim Wärmecontracting ist für uns ein entscheidender Faktor, den Betrieb unserer Anlagen genau zu überwachen und immer wieder zu optimieren, deswegen haben wir uns schon früh mit innovativen Lösungen für Mischkreise beschäftigt", sagt Alexander Grafe, Technischer Leiter bei OVE Objekt-Versorgung mit rationellem Energieeinsatz. Das mittelständische Energiecontracting-Unternehmen verfolgt ganzheitliche Ansätze zur innovativen und nachhaltigen Versorgung von Quartieren und hat bundesweit bereits mehr als 450 Objekte realisiert. 

2017 erfuhr OVE von der Grundfos-Mischkreislösung MIXIT. "Die Komplettlösung mit der integrierten Regelung der Pumpe war genau das, was wir brauchen", erinnert sich Alexander Grafe. "Auf einer Messe haben wir ein Gespräch mit Grundfos geführt und wenig später ein erstes Projekt mit MIXIT realisiert." Inzwischen sind mehr als 30 Anlagen in Betrieb. Mittlerweile setzt OVE die neueste MIXIT-Generation ein, die Grundfos im Frühjahr 2021 vorgestellt hat.

 

Referenzobjekt mit neuester MIXIT-Generation

Das erste OVE-Projekt mit der neuen MIXIT-Generation ist eine Wohnanlage in Bad Rothenfelde, die dem Contracting-Anbieter auch als Referenzobjekt dient. Das 2021 fertiggestellte Objekt umfasst acht Wohneinheiten, weitere acht Einheiten sollen im zweiten Bauabschnitt 2022 folgen. Die Versorgungstechnik ist bereits für alle 16 Wohneinheiten ausgelegt.

Die Wärmeerzeugung erfolgt hauptsächlich über ein gasbetriebenes BHKW. Die ausgekoppelte Wärme von 70-85 Grad wird über einen Phasenwechselspeicher gepuffert, um eine optimale Standzeit des BHKW zu gewährleisten. Die Versorgung der Wohnungen erfolgt in einem Niedertemperaturkreis, der ganzjährig auf 45/35 Grad im Vor-/Rücklauf ausgelegt ist. Jede Wohnung hat dafür eine eigene Übergabestation mit Fußbodenheizungsverteiler und einem kombinierten elektrischen Durchlauferhitzer für die Unterstützung von Spitzenlasten bei der Trinkwassererwärmung.

"Einen solchen Mischkreis mit einer Komplettlösung zu realisieren, anstatt alle Komponenten einzeln auslegen und installieren zu müssen, ist erheblich einfacher. Auch das nahtlose Zusammenspiel zwischen Regeleinheit und Pumpe ist ein entscheidender Vorteil." Alexander Grafe

Mischkreis zur Vorlauf-Anpassung

Ein Mischkreis mit Grundfos MIXIT sorgt dafür, dass der Vorlauf auf das Niveau des Versorgungskreises abgesenkt wird. Dazu wird dem 60- bis 70-gradigen Vorlauf eine Teilmenge des Rücklaufes aus dem Versorgungsnetz beigemischt. Der Rücklauf hat eine Temperatur von etwa 25 bis 30 Grad, die Solltemperatur für den Versorgungskreis liegt bei etwa 40/45 Grad.

"Einen solchen Mischkreis mit einer Komplettlösung zu realisieren, anstatt alle Komponenten einzeln auslegen und installieren zu müssen, ist natürlich erheblich einfacher", urteilt Alexander Grafe. "Auch das nahtlose Zusammenspiel zwischen Regeleinheit und Pumpe ist ein entscheidender Vorteil. Die Regeleinheit steuert den Betrieb der Pumpe und nutzt auch deren Sensoren. Man muss lediglich die Regeleinheit parametrieren und nicht jede einzelne Komponente. Unter dem Strich macht die Lösung es sehr einfach, den Vorlauf präzise anzupassen und das optimale Delta T (Spreizung von Vorlauf- und Rücklauftemperatur) für den effizienten Betrieb zu finden."

Überwachung mit neuer Cloudlösung

Die Überwachung der Anlage erfolgt per Fernüberwachung vom Kontrollraum am Unternehmenssitz aus. Die neueste MIXIT-Generation ist dafür mit einem eigenen RJ45-Eingang ausgestattet und bietet die Möglichkeit, den Mischkreis mit der Cloudlösung Grundfos BuildingConnect zu überwachen. Die Plattform dient zum Überwachen, Steuern und Betreiben von Heizungsanlagen in kleineren Objekten, in denen keine umfassende Leittechnikführung zur Verfügung steht. Wichtige Funktionen können schon in der MIXIT-Standardausführung genutzt werden, der volle Leistungsumfang erfordert ein Software-Upgrade der Regeleinheit.

"Die Cloudlösung ist eine wichtige Weiterentwicklung für Mischkreise", sagt Alexander Grafe. "Bei älteren Modellen haben wir über das GENIbus-Protokoll auf die Daten zugegriffen. Mit der Cloudlösung brauchen wir lediglich eine aktive Internetverbindung und haben über das werkseitige Dashboard visualisierten Zugriff auf alle Datenpunkte des Mischkreises."

OVE will die neueste MIXIT-Technik zukünftig nicht nur bei Neuanlagen einsetzen, sondern auch bei der Modernisierung von Altanlagen. "Die All-in-one-Lösung hat sich in Dutzenden von Anlagen bestens bewährt", urteilt Alexander Grafe. "Sie reduziert den Aufwand für Planung und Installation, ist einfach zu handhaben und ermöglicht uns maximale Kontrolle über den Mischkreisbetrieb. Mit der Cloudüberwachungslösung für die neueste Generation ist das Konzept sinnvoll weiterentwickelt worden und noch interessanter für Betreiber, die ihre Anlage konsequent optimieren wollen." 

Die Cloudlösung ist eine wichtige Weiterentwicklung für Mischkreise. Wir brauchen lediglich eine aktive Internetverbindung und haben über das werkseitige Dashboard visualisierten Zugriff auf alle Datenpunkte des Mischkreises.

Alexander Grafe, Technischer Leiter bei OVE Objekt-Versorgung mit rationellem Energieeinsatz

Komplettlösung für Mischkreise

Grundfos MIXIT ist ein Komplettlösung für Mischkreise mit flexiblen Angeboten und Funktionen, die für alle Anforderungen in Heiz- und Kühlsystemen ausgelegt sind. MIXIT verfügt über einen eingebauten Stellantrieb, Regler und Sensoren, was die Planung, Installation und den Betrieb von Mischerkreisen einfach und leicht macht.