Verständnis der LOD-Spezifikation im Building Information Modelling
Erhalten Sie ein klares Verständnis LOD-Spezifikation (Level of Development), ihrer Definition und ihrer Bedeutung im BIM-Prozess.
In diesem Modul befassen wir uns mit der Level of Development (LOD)-Spezifikation, den Merkmalen der einzelnen LOD‑Definitionen und ihrer Bedeutung für ein BIM‑Projekt. Legen wir los.
Beim Thema BIM gibt es viele Begriffe, die man kennen muss. Einer davon ist Level of Development. Der Begriff Level of Development (LOD) wird häufig verwendet, aber oft missverstanden.
LOD beschreibt nicht die visuelle Detailtiefe (Level of Detail) sondern den tatsächlichen Entwicklungs- und Informationsstand eines BIM-Objekts.
LOD ist ein Referenzrahmen für Planungssicherheit: Er definiert klar, wie zuverlässig und wie umfassend ein Objekt modelliert ist.
Es existieren sechs LOD‑Stufen (100-500).
Sie reichen von symbolhaften Grundformen (LOD100) bis hin zum vollständig As-Built-Modell (LOD500), das alle Informationen für Betrieb und Wartung enthält.
Ein Beispiel anhand der Grundfos MAGNA3: LOD 100 einfache Grundform, minimale Info "Pumpe 0,5 kW"
LOD 200 funktionale Beschreibung „Umwälzpumpe 0,5 kW“ .
LOD 300 spezifisches System mit messbaren Abmessungen. "MAGNA3 - Umwälzpumpe 0,5 kW"
LOD 350 Produktnummer + elektrische & mechanische Daten
LOD 400 vollständige Daten inkl. Mengengerüst, Einbaulage
LOD 500 verifiziertesAs‑Built‑Modell inkl. Garantie, Wartung, zugehörige Teile Darstellungsstufen in Autodesk Revit (grob, mittel und fein) dagegen verändern nur die Optik, nicht den LOD-Wert.
Dies ermöglicht es de Beteiligten, in der Modellumgebung zu arbeiten, die am besten zu ihren anforderungen passt. Wenn jemand lieber in einer eher blockhaften (grob) Modellumgebung arbeitet, sollte die grobe Darstellung verwendet werden, während die feine Darstellungsstufe mehr visuelle Details bietet.
Obwohl in jeder LOD‑Definition sämtliche Daten enthalten sind, unterscheiden sich die benötigten Informationen je nach Rolle - etwa Systemplaner, Auftragnehmer oder Betreiber. Daher ist es wichtig festzulegen, wer welche Informationen im Verlauf des gesamten Projektlebenszyklus benötigt.
Fassen wir zusammen:
- Die LOD‑Spezifikation ermöglicht es den Projektbeteiligten, den Informationsgehalt und die Verlässlichkeit eines BIM-Modells währen Planung und Ausführung klar zu definieren.
- LOD bezieht sich auf Informationen - nicht nur auf die visuelle Darstellung. Verschiedene Darstellungsstufen ermöglichen es, in der bevorzugten Modellumgebung zu arbeiten.
- Eine Änderung der Darstellungsstufe erfordert keine Änderung des LOD.
- Die LOD‑Definitionen beschreiben und veranschaulichen die Eigenschaften von Modellelementen und helfen den Projektbeteiligten, Funktionen, Zuverlässigkeit und den vorgesehenen Einsatz von Objekten zu verstehen.
Damit schließen wir die Übersicht über die LOD‑Spezifikation, die Merkmale der einzelnen LOD‑Definitionen und deren Bedeutung für ein BIM‑Projekt.