So greifen wir in den Wasserkreislauf ein

So greifen wir in den Wasserkreislauf ein

Der Wasserkreislauf und Wasser im Allgemeinen machen das Leben erst möglich. Durch unser Handeln greifen wir jedoch immer mehr in den Wasserkreislauf ein. Hier erörtert Professor Søren Rud Keiding die Bedeutung des Wasserkreislauf.

Der Wasserkreislauf und Wasser im Allgemeinen machen das Leben erst möglich. Wenn wir den Wasserkreislauf stören, erschweren wir auch das Leben. Wasserstress, die Verstädterung, der Klimawandel.

All diese Faktoren beeinträchtigen den Wasserkreislauf und damit das Leben der Menschen. Grundfos und die Wissenschaft weltweit sind daher bestrebt, Möglichkeiten zu finden, Wasser nachhaltig zu nutzen.

Das gilt insbesondere für Regionen, in denen Wasser jetzt schon knapp ist. Wasser bewegen zu können und die Ressourcen zu schützen, ist auch hier sehr, sehr wichtig, wenn wir die Nachhaltigkeitsziele der UN erreichen wollen. Mich interessiert vor allem, wie wir unsere Wasserressourcen schützen und wie wir Wasser finden können. Denn eigentlich gibt es sehr viel Wasser.

Es liegt meist nur nicht in einer Form vor, die wir nutzen können. 70 % der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. 98 % dieses Wassers ist Salzwasser und nur 2 % somit Süßwasser. Und 1,5 dieser 2 % finden sich im Eis der Polkappen am Nord- bzw. Südpol wieder. Nur 0,5 % ist Süßwasser in Form von Grundwasser oder Oberflächenwasser.

700 Millionen Menschen, das sind etwa 10 % der Weltbevölkerung, knapp 10 %, leben in Regionen, die von Wasserstress betroffen sind, in denen Wasser knapp ist. Wenn wir jetzt nichts tun, wird diese Zahl in den nächsten zehn Jahren steigen. Und schon in wenigen Jahren kann es so weit sein, dass zwei Drittel der Weltbevölkerung in Regionen mit Wassermangel leben.

Wasser kam vor etwa 4,5 Milliarden Jahren auf die Erde. In der Wissenschaft wird noch diskutiert, ob die Erde bei ihrer Entstehung trocken oder nass war. Trocken bedeutet hier, dass Gesteinsbrocken miteinander kollidierten und so zur Erde verschmolzen. Später vielen dann Kometen auf die Erde, die Eis mit sich brachten. Als dieses Eis schmolz, entstanden schließlich die Meere, die wir heute kennen. Andere glauben, dass die Erde schon bei ihrer Entstehung nass war.

Das bedeutet, dass all diese Gesteinsbrocken selbst schon Wasser enthielten. Als die Erde daraus entstand, wurde das Wasser freigesetzt und die Meere bildeten sich. So oder so: Danach dauerte es nur wenige hundert Millionen Jahre, in diesem Maßstab eigentlich eine recht kurze Zeit, bis das erste Leben entstand. Leben und Wasser kamen also fast zur selben Zeit auf die Erde: vor 4,5 Milliarden Jahren.