ALPHA2 GO Trenddaten

Erfahren Sie, wie Sie ALPHA2 GO-Trenddaten interpretieren und das Ereignisprotokoll in der Grundfos GO-App zur Fehlerbehebung, Diagnose und Optimierung der Leistung der Heizungsanlage im Laufe der Zeit nutzen können.

In diesem Modul erfahren Sie, wie Sie die ALPHA2 GO-Trenddaten interpretieren. Die Ursache von Problemen in Heizungsanlagen ist unter Umständen schwer zu ermitteln. Ohne die richtigen Daten muss bei der Störungssuche oft geraten werden. Um diese Herausforderung zu meistern, liefert die Grundfos GO-App Trenddaten zur Analyse der Pumpen- und Anlagenleistung im zeitlichen Verlauf.

Durch die Überwachung bestimmter Parameter können Installateure Abweichungen erkennen, Fehler diagnostizieren und eine optimale Anlageneffizienz sicherstellen. Um Trenddaten einzusehen, verbinden Sie die Pumpe mit der Grundfos GO-App. Im Dashboard scrollen Sie nach unten zu „Trenddaten“. Bei der Anzeige der Trenddaten in der App, können Sie verschiedene Leistungsparameter analysieren: Förderhöhe und Durchfluss zeigen die Veränderung im Betriebspunkt im zeitlichen Verlauf.

Die Einschaltzyklus-Dauer erleichtert die Erkennung unregelmäßiger Zyklusmuster,  die auf Ineffizienzen in der Anlage hindeuten können. Die geschätzte Medientemperatur überwacht die Temperatur des Mediums. Sie kann bei der Störungssuche und -behebung in der Anlage verwendet werden. Der Vergleich von Daten über mehrere Zyklen hinweg erleichtert es Installateuren, die Ursache eines Problems ausfindig zu machen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Protokollen verwendet die Grundfos GO App keine Echtzeit-Zeitstempel.  Stattdessen sind Trenddaten nach Einschaltzyklus-Zeitstempeln organisiert. Ein Einschaltzyklus beginnt beim Einschalten und endet beim Ausschalten der Pumpe. Wenn die Pumpe mehr als 24 Stunden kontinuierlich läuft, wird ein neuer Einschaltzyklus verzeichnet, obwohl sich die Pumpe nicht ausgeschaltet hat. Der aktuellste Einschaltzyklus wird als Zyklus 1 gekennzeichnet. Ältere Einschaltzyklen verschieben sich nach links, sobald neue aufgezeichnet werden.

Schauen wir uns gängige Trendmuster und ihre mögliche Bedeutung an: Eine hohe Förderhöhe und ein geringer Durchfluss weisen auf einen erhöhten Systemwiderstand hin. Es liegt eventuell eine Blockade vor oder ein Ventil ist geschlossen. Überprüfen Sie, ob die Anlage blockiert ist.

Bei langen Einschaltzyklen kann die Anlage den Bedarf eventuell nur schwer erfüllen. Wenn Räume kalt sind, kann eine Erhöhung der  Zirkulation oder der Vorlauftemperatur Abhilfe schaffen. Ein plötzlicher Abfall der Medientemperatur weist oft auf eine defekte Wärmequelle oder ein festsitzendes Ventil hin. Prüfen Sie die Kesseltemperatur und überprüfen Sie Ventile auf Blockaden.

Um Installateure beim Nachverfolgen von Problemen und Leistung zu unterstützen, zeichnet das Ereignisprotokoll in Grundfos GO zudem wichtige Pumpenereignisse auf, darunter:

·         Warnungen

·         Alarme

·         Anlagenfehler

 

Jedes Ereignis enthält eine kurze Beschreibung des Problems und in einigen Fällen empfohlene Maßnahmen.

Installateure können mit diesem Protokoll wiederkehrende Probleme verfolgen und feststellen, ob ein Problem die Anlage oder nur die Pumpe betrifft.

Die Analyse von Trenddaten und die effektive Nutzung des Ereignisprotokolls ermöglichen eine effizientere Störungssuche und -behebung in Heizungsanlagen, reduzieren Kundenreklamationen und stellen eine langfristige Leistungsoptimierung sicher.