Auswahl und Auslegung einer solarbetriebenen Wasserpumpenanlage

Auswahl und Auslegung einer solarbetriebenen Wasserpumpenanlage

Lassen Sie sich Schritt für Schritt durch das Auswählen und Auslegen einer SQFlex mithilfe des Grundfos Product Centers führen.

Bei solarbetriebenen Grundfos-Wasserlösungen muss die Pumpe gemäß der Anwendung und den spezifischen Anforderungen ausgelegt werden.

In diesem Lernmodul sehen wir uns das Auslegen einer SQFlex genauer an. Anhand eines theoretischen Beispiels mit realistischem Datenprofil führen wir Sie Schritt für Schritt durch die SQFlex-Auslegung mithilfe des Grundfos Product Centers.

Bevor wir beginnen sollten Sie Folgendes vor dem Auslegen unbedingt beachten: Im Vergleich zu herkömmlichen Pumpenanlagen ist es nicht leicht, eine Pumpe für solarbetriebene Wasserpumpenanlagen anhand von Datenblättern auszuwählen. Denn das Tagesprofil hängt von der Sonne ab.

Im Sommer gibt es mehr Sonnenstunden als im Winter. Daher muss der Bezugsmonat für die Auslegung der Monat sein, in dem der Wasserbedarf am kritischsten ist. Beispiel: Wir nutzen eine solarbetriebene Pumpe auf einem Bauernhof und wollen die Nutztiere mit Wasser versorgen.

Dabei müssen einige Parameter unbedingt berücksichtigt werden, um die Auslegung ordnungsgemäß abzuschließen. Dazu gehört der Anlagenaufstellungsort, die gewünschte Wasserproduktion pro Tag und die dynamische Gesamtförderhöhe. Letztere ist die Summe aus geodätischer Höhe und dynamischem Wasserspiegel.

Unser Beispiel hat folgende Daten: Unsere Anlage steht im spanischen Sevilla. Der gewünschte Durchfluss pro Tag beträgt 10 Kubikmeter. Die dynamische Gesamtförderhöhe beträgt 110 Meter. Die geodätische Höhe beträgt 10 Meter. Der dynamische Wasserspiegel beträgt 100 Meter.

Die verwendete Pumpe ist eine Unterwasserpumpe. Die Anlage kann feststellen, ob sie eine SQFlex- oder RSI-Anlage sein sollte. Das muss nicht vorab bestimmt werden. Damit haben wir alles für die Anlagenauswahl und -auslegung. Besuchen Sie das Grundfos Product Center.

Auf der Hauptseite können Sie ein eigenes kostenloses Konto einrichten. Mit dem können Sie Ihre Solarmodule speichern und schnell auf alle eingegebenen Daten zugreifen. Wir empfehlen, sich zu registrieren. Sie können jedoch auch ohne Konto fortfahren. Nun können Sie die Auslegung beginnen.

Klicken Sie unter „Schnellauslegung“ auf „Nach Anwendung“ oder auf „Erweiterte Auslegung“. In diesem Modul führen wir Sie durch die erweiterte Auslegung. Wählen Sie Ihre Anwendung, den Aufstellungsort, die Anlagenart und mehrere weitere wichtige Parameter aus. Wir wählen „Solarbetriebene Pumpenlösungen“ als Anwendung aus und ändern den Aufstellungsort zu „Seville, Spain“.

Nun muss man Anlagenart und Installationsart auswählen. Wählen Sie „Solaranlage“ als Anlagenart aus. Da die Auslegung anhand einer Unterwasserpumpe erfolgt, wählen Sie „Bohrloch“ als Installationsart aus. Nun geben wir die Wassermenge pro Tag ein. In diesem Fall beträgt die erforderliche Wassermenge 10 Kubikmeter pro Tag.

Wenn Sie die erforderliche Wassermenge nicht kennen, können Sie den stündlich festgelegten Durchfluss mit 6 multiplizieren. Geben Sie die geodätische Höhe und den dynamischen Wasserspiegel ein. Diese Werte stellt in der Regel der Brunnenbauer zur Verfügung. Für dieses Beispiel haben wir bereits beide Werte bestimmt. Geben Sie die Werte ein. Sie können auch mögliche Rohrleitungsverluste berechnen.

Das ist besonders wichtig, wenn die geodätische Höhe hoch ist oder das Wasser weit gefördert werden muss. Für dieses Beispiel ist es jedoch nicht relevant. Der Monat für die Auslegung ist wichtig, um den Betriebspunkt zu erreichen. Bei einer Bewässerungsanlage sollte er auf den Monat mit höchster Strahlung eingestellt werden.

Bei Trinkwasseranwendungen sollte der Monat ausgewählt werden, in dem die Sonneneinstrahlung am geringsten ist. Regel: Auf der Nordhalbkugel sollte „Juli“ und auf der Südhalbkugel „Januar“ ausgewählt werden. Da der Aufstellungsort jetzt „Sevilla“ ist, stellen wir „Juli“ ein. Jetzt müssen Sie den Typ Ihres Solarmoduls auswählen. Sie können auch zwei Typen miteinander vergleichen.

Wir nehmen das Standardmodell GF 270. Nun sind die wichtigsten Daten eingegeben, um die Auslegungsergebnisse anzuzeigen. Sie können Ihr Auslegungsprojekt jedoch noch weiter anpassen. Sehen Sie sich dazu die verschiedenen Drop-down-Menüs an. Die Einstellungen können gemäß Ihrem Projekt vorgenommen werden.

Wenn alle Daten eingegeben sind, können Sie die Auslegung starten. Klicken Sie dazu auf „Auslegung starten“. Es werden mehrere Ergebnisse angezeigt. Sie können scrollen und verschiedene Parameter sehen, wie die Anzahl der Solarmodule, den mittleren Wasserzufluss pro Tag und die Leistung der Solaranlage.

Sie erhalten auch eine Übersicht über die Pumpenleistung in den verschiedenen Monaten. Klicken Sie auf Ihre bevorzugte Lösung. Ihnen wird eine detaillierte Kennlinie angezeigt. Auch können Sie sich die Daten, die Anlagenteile und weitere Details Ihres Auslegungsergebnisses ansehen. Klicken Sie auf „Ausdruck/PDF“, um einen Bericht zu erstellen.

Nun können Sie beliebige Inhaltselemente auswählen. So enthält der Bericht genau die benötigten Informationen. Wir empfehlen mindestens „Auslegungsergebnis“ und „Zubehör“. Klicken Sie auf „PDF erzeugen“, um eine PDF-Datei zu erhalten. Das war auch schon alles.

Um im Grundfos Product Center solarbetriebene Pumpenanlagen auszulegen, benötigen Sie: den Aufstellungsort der Anlage, den Durchfluss pro Tag, die geodätische Höhe und den dynamischen Wasserspiegel.

So einfach ist das. Jetzt sind Sie an der Reihe!