Betriebs- und Regelungsarten der MAGNA3

Betriebs- und Regelungsarten der MAGNA3

Entdecken Sie die verschiedenen Betriebs- und Regelungsarten der MAGNA3 sowie deren Vorteile.

Die MAGNA3 von Grundfos bietet mehrere Betriebs- und Regelungsarten. Um die Regelungsarten zu nutzen, muss sich die Pumpe im Normalbetrieb befinden. Das ist die Werkseinstellung. Es gibt auch drei zusätzliche Betriebsarten: Stopp, Minimum und Maximum. Im Normalbetrieb bietet die MAGNA3 sämtliche Regelungsoptionen, die man bei einer modernen Umwälzpumpe erwartet.

Durch die intelligenten AUTOADAPT- und FLOWADAPT-Modi hebt sich die MAGNA3 deutlich von der Konkurrenz ab. Die FLOWLIMIT-Regelungsfunktion lässt sich bei allen Regelungsarten der MAGNA3 aktivieren. Die Regelungsart Konstantkennlinie ahmt eine ungeregelte Pumpe nach, die auf einen festen Betriebspunkt und eine konstante Drehzahl eingestellt ist. Mit der MAGNA3 wird die Leistung nicht mehr auf der Druck-, sondern Durchflussachse bestimmt. Das bedeutet, jedes MAGNA3-Modell liefert einen höheren Maximaldurchfluss als vorherige Modelle mit gleicher Maximalförderhöhe.

Die drehzahlgeregelte MAGNA3 bietet weitaus mehr Regelalgorithmen. Die Regelungsart Konstantdruck eignet sich für Anlagen mit variablem Durchfluss und sehr niedrigen Druckverlusten sowie für offene Anlagen, bei denen Rohrdruckverluste der statischen Förderhöhe untergeordnet sind. Bei der Regelungsart Proportionaldruck, die in Umwälzanlagen eingesetzt wird, passt die Pumpe ihre Leistung kontinuierlich an den schwankenden Durchfluss- und Druckbedarf an.

Die MAGNA3 kennt ihre Drehzahl, den Stromverbrauch sowie den Durchfluss und berechnet auf dieser Grundlage ihren aktuellen Betriebspunkt in der QH-Tabelle.

Die Pumpe bewegt sich auf der Regelkennlinie vor und zurück, indem sie das Pumpendrehmoment misst und die Drehzahl anpasst. Bei keinem oder nur geringem Widerstand handelt es sich um eine offene Anlage und die Pumpe steigert ihre Leistung. Bei hohem Widerstand werden Ventile geschlossen und die Pumpe verringert ihre Leistung.

Die Regelungsart AUTOADAPT ist werkseitig voreingestellt. Bei ihr passt die Pumpe kontinuierlich ihre Proportionaldruckkennlinie an. Sie stellt automatisch eine effizientere Kennlinie ein, ohne den Komfort zu beeinträchtigen. So sind in 80 % aller Anlagen keine manuellen Anpassungen mehr nötig.

Bei AUTOADAPT hat die Standard-Proportionaldruckkennlinie einen Sollwert von 55 % der maximalen Förderhöhe. Wenn Ventile geöffnet werden, bewegt sich der Betriebspunkt entlang der Kennlinie. Drehzahl und Durchfluss werden erhöht. Erreicht die Anlage ihre Maximalkennlinie, folgt der Betriebspunkt der Kennlinie. Eine neue Proportionaldruckkennlinie wird dann auf Grundlage des neuen Betriebspunkts der Anlage erzeugt. Danach beginnt der Prozess von vorn. Die Regelungsart FLOWADAPT kombiniert die Regelungsart AUTOADAPT und die Regelfunktion FLOWLIMIT.

Die FLOWLIMIT-Standardeinstellung bei FLOWADAPT ist der Schnittpunkt zwischen dem AUTOADAPT-Proportionaldruck und den Maximalkennlinien. So wird der Maximaldurchfluss niemals überschritten und ein separates Drosselventil wird überflüssig. Bei Heizungsanwendungen sollte der Durchfluss der Nennbetriebspunkt Q sein.

Dazu wird der Wärmebedarf in Kilokalorien pro Stunde umgewandelt. Das erfolgt mithilfe des Umrechnungsfaktors 0,86 und durch Teilen dieser Zahl durch die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf. Ein Beispiel: Wir haben ein neues Wohngebäude mit 10.000 m2 und einem spezifischen Wärmebedarf von 500 kW.

Die Heizung erfolgt durch moderne Heizkörper mit einer ΔT von 20 °C zwischen Vor- und Rücklauf. Zum Berechnen des Nennbetriebspunkts der MAGNA3 und ihrer Durchflussbegrenzung multipliziert man 500 kW mit 0,86 für einen umgerechneten Wärmebedarf von 430 Kilokalorien pro Stunde.

Geteilt durch 20 ergibt das einen Nennbetriebspunkt von 21,5 m3/h. Dieser Wert wird als Durchflussbegrenzung eingegeben. Die Regelungsart Konstanttemperatur eignet sich für Anlagen mit variablem Durchfluss, die an einem benutzerdefinierten Punkt eine konstante Temperatur erfordern. Die Pumpe liefert den Durchfluss und eine externe Temperaturregelung ist unnötig.

Ein externer Temperatursensor kann jedoch einen Sollwert bereitstellen, der von der Temperatur abweicht, die die Pumpe lokal gemessen hat. Diese Regelungsart dient vor allem vielen verschiedenen Anwendungen der Trinkwarmwasserzirkulation und reagiert nur langsam auf Änderungen. Die Regelungsart Differenztemperatur stellt einen konstanten Temperaturabfall bei Heizungs- und Kühlanlagen sicher.

Die Pumpe hält eine konstante Differenztemperatur zwischen dem Pumpen- und dem externen Sensor aufrecht. Dann gibt es noch die Regelungsart Konstantdurchfluss. Sie wird in Anlagen eingesetzt, die unabhängig von Druckverlusten einen konstanten Durchfluss erfordern, wie Kühler für Klimaanlagen, Heizungs- oder Kühlflächen.

Die MAGNA3 passt die Drehzahl automatisch an den variierenden Anlagenwiderstand an, um den Durchfluss jederzeit konstant zu halten.