Wissen und Lernen

Mit dem Alter einer Pumpe steigen auch ihre Betriebskosten

Mit zunehmendem Alter der Pumpen sinkt ihre Förderleistung. Und ein geringerer Wirkungsgrad führt zu höheren Energiekosten. Dieser Prozess ist unvermeidlich und unerbittlich. Häufig wird dies von Wasserwerken weder bemerkt noch berücksichtigt: Denn wo liegt das Problem, solange das Grundwasser den Bedarf deckt?

In der Realität sind die Kostenvorteile allerdings spürbar – richtig sichtbar werden sie jedoch erst, wenn das Wasserversorgungsunternehmen die richtigen Daten zur Hand hat. Es reicht nicht aus, das Pumpentypenschild zu überprüfen oder anzunehmen, dass die Pumpenkennlinien der alten Pumpe noch gelten. Grundfos bietet einen Online-Kennliniengenerator an, mit dem Sie die aktuellen Q/H- und Wirkungsgradkennlinien für einen einfachen Vergleich mit der Pumpenkennlinie während der Installation erstellen können.

Der Kennliniengenerator ist im Grundfos Product Center verfügbar.

Wenn Sie nicht auf die erforderlichen Messwerte zugreifen können, hilft Ihnen Ihr Brunnenbauer.

Schritt 1: Beachten Sie die Pumpendaten und erstellen Sie die ursprüngliche Pumpenkennlinie im GPC.

Schritt 2: Messen Sie Förderstrom (Q), Förderdruck (H), Wasserstand und Leistung (P1) bei maximaler Pumpendrehzahl (bei Verwendung eines Frequenzumrichters) in der folgenden Reihenfolge:

a. Bei geschlossenem Ventil (Ruhepegel) Bitte beachten Sie, dass die Pumpe nicht länger als 30 Sekunden mit Nullförderstrom laufen darf. Der Wasserstand bei Nullförderstrom sollte bei abgeschalteter Pumpe gemessen werden.

b. Wiederholen Sie die Messungen mit einigen weiteren Punkten mit unterschiedlichen Förderströmen (Ventil zum Ändern des Förderstroms verwenden). Warten Sie, bis sich der neue Absenkpegel etabliert hat. Je mehr Punkte Sie eingeben, desto höher ist die Genauigkeit.

c. Bei vollständig geöffnetem Ventil (Absenkpegel)

Schritt 3: Erstellen Sie mit den Daten eine zweite Kennlinie für den Vergleich mit der ursprünglichen Pumpenkennlinie. Erstellen Sie auch einen PDF-Bericht, in dem der Wirkungsgradverlust und das Einsparpotenzial dargestellt werden.

• Bei 5 bis 10 Jahre alten und noch älteren Pumpen sind die Kosteneinsparungen oft so hoch, dass es sich lohnt, die Pumpe aus dem Bohrloch zu heben und zu ermitteln, warum der Wirkungsgrad gesunken ist.

• Wenn Verstopfungen oder Druckverluste aufgrund von Leckagen oder einer mechanischen Störung die Ursache sind, kann eine einfache Reparatur oder Reinigung den Wirkungsgrad wieder auf einen optimalen Wert bringen.

• Wenn das Alter der Pumpe und der niedrigere Betriebspunkt dazu führen, dass zusätzliche Kosten unvermeidbar sind, ist die Investition in eine neue Austauschpumpe erforderlich. Die Amortisationszeit ist oft erstaunlich kurz.

• Wenn Sie zurzeit keine Pumpe von Grundfos besitzen, können Sie das Grundfos Pump Audit verwenden, um den Energieverbrauch und mögliche Energieeinsparungen zu ermitteln und Empfehlungen zum Erreichen dieser Energieeinsparungen zu erhalten.

Sprechen Sie mit Ihrem Brunnenbauer oder mit Ihrem Grundfos-Vertreter, um mehr über die Vorteile eines hohen Pumpenwirkungsgrads zu erfahren.

Q = Förderstrom

H = Druck

(Verwenden Sie den Niveausensor, um HSTATISCH und HDYNAMISCH zu messen.)

HDIFFERENZ = HDYNAMISCH* + HMESSGERÄT + HREIBUNG**

*: Ohne Förderstrom gilt: HDYNAMISCH ist gleich HSTATISCH.

**: Der Kunde entscheidet, ob H REIBUNG berechnet werden soll.

(HREIBUNG ist der Reibungsverlust in den Rohrleitungen von der Pumpe zum Manometer. Verwenden Sie dazu den „Rohrreibungsverlusterechner“ im GPC unter „Werkzeuge“.)

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Berechnen der Reduktion des Wirkungsgrads

1.Suchen Sie im Grundfos Product Center (product-selection.grundfos.com) nach Ihrer vorhandenen SP-Pumpe, indem Sie die vollständige Pumpenbezeichnung direkt in das Feld „SUCHE“ eingeben.

 

2.Sobald die Daten Ihrer Pumpe angezeigt werden, klicken Sie auf „Erweiterte Optionen anzeigen“ und dann auf „Andere Kennlinien“. Klicken Sie anschließend auf „Eigene Kennlinie eingeben“.

 

3.Daraufhin erscheint die folgende Bildschirmseite, in der Sie die Messwerte für Q, H und P1 eingeben müssen.

 

4.Wenn Sie die Messwerte für Q, H und P1 eingegeben haben und auf „PDF erzeugen“ klicken, erhalten Sie folgenden Bericht. Die gestrichelte Linie zeigt den Leistungsabfall und die veränderte Leistungsaufnahme.

 

Ergebnis: Die Kennlinie zeigt, dass die Leistungsaufnahme zum Aufrechterhalten eines Förderstroms von 17 m3 um 1 kW gestiegen ist. Bei einem Förderbedarf von 9 Stunden pro Tag entspricht das 3,285 kWh pro Jahr oder einem um 16 % gesteigerten Energieverbrauch.

So können Sie Ihre Pumpe von jedem Ort aus auswählen

Egal, ob Sie im Büro, am Installationsort oder unterwegs sind − die Auswahl der richtigen Pumpe sollte so einfach wie möglich sein. Deshalb finden Sie im Grundfos Product Center alle Pumpendaten und Auslegungstools, die Sie für Ihre Arbeit benötigen.

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