Fachwissen

Weniger Rohrbrüche

Kennen Sie den derzeitigen Zustand der Rohre in Ihrem Wasser- oder Abwassernetz?

Den meisten Wasserwirtschaftsunternehmen fällt es nicht leicht, sich über den aktuellen Zustand ihrer unterirdischen Infrastruktur auf dem Laufenden zu halten. Aber ohne genaue Kenntnis der Netze kommt es unweigerlich zu Rohrbrüchen, die hätten verhindert werden können.

Zu den häufigsten Gründen für Rohrbrüche zählt ein zu hoher Druck im Netz, gefolgt von Rohrverschleiß. Jeder Wasserversorger möchte seinen Kunden einen ausreichend hohen Wasserdruck bieten. Erhöht er den Druck jedoch zu sehr, steigt die Belastung der Rohre und verursacht unnötigen Verschleiß. Ohne Möglichkeit, den Zustand der Leitungssysteme zu überwachen, kommt es jedoch unweigerlich zu Rohrbrüchen, die sich gleich in mehrfacher Hinsicht negativ auf das Unternehmen auswirken:

    

Wie hoch ist das Einsparpotenzial?

Als Faustregel für die meisten Wasserversorger gilt, dass mit etwa einem Rohrbruch pro Kilometer und Jahr zu rechnen ist. Was, wenn Sie nur 10 % der im kommenden Jahr drohenden Wasserrohrbrüche in Ihrem Netz verhindern könnten? Wie viel Zeit, Geld und Ärger könnten Sie sich damit sparen? Und was, wenn Sie sogar 20 % verhindern könnten?

Lösung: Zoneneinteilung und bedarfsabhängige Verteilung

Wir haben Anomalien untersucht, die sich bei der Nachtdurchfluss- und Drucküberwachung zeigten, und das durchschnittliche Einsparpotenzial für 100 Projekte in aller Welt ermittelt. Die Ergebnisse waren beeindruckend: 15 % weniger Wasserverlust durch Lecks, 25 % Energieeinsparung und 35 % weniger Rohrbrüche. 

Das zeigt, warum Maßnahmen gegen übermäßigen Verschleiß so wichtig sind und warum der Druck im Wassernetz nicht höher sein sollte als für die Versorgung der Kunden erforderlich. Aber zu niedrig darf er natürlich auch nicht sein. Um den Druck korrekt einzustellen, müssen die Verbrauchsdaten überwacht und analysiert werden. Auf dieser Grundlage lässt sich der Netzdruck dann entsprechend regulieren.

Durch Einteilung des Netzes in Zonen kann der Druck in verschiedenen Netzbereichen je nach den Verbrauchsdaten unterschiedlich hoch eingestellt werden.

Eine erfolgreiche Druckregulierung im Netz kann die Lebensdauer der Netzinfrastruktur erheblich verlängern. Außerdem sollte anhand von historischen und Echtzeitdaten ermittelt werden, welche Rohre im Wassernetz einen Austausch erfordern, damit keine noch funktionsfähigen Rohre ersetzt werden. Auf diese Weise erzielen Sie das bestmögliche Ergebnis. Hier erfahren Sie mehr über langfristiges Anlagenmanagement.