Das Universitätsklinikum Odense (OUH) hat seinen jährlichen Wasserverbrauch durch eine zentral gelegene Wasseraufbereitungsanlage, die hinsichtlich Wasser-, Salz- und Energieverbrauch optimiert wurde, um 10.000 m³ reduziert.

Thema: Wasser- und Energieeinsparung

Standort: Odense, Dänemark

Branche: Krankenhäuser, Gesundheitswesen

Technische Daten:

  • Durchfluss: 50 m³/h enthärtetes Wasser
  • Durchfluss: 3 x 7 m³/h entsalztes Wasser

Die Ausgangslage

Im Universitätsklinikum Odense (OUH) in Dänemark werden täglich Tausende von Patienten behandelt. Das OUH ' hat es sich zum Ziel gesetzt, sicherzustellen, dass jeder Patient eine hochqualifizierte Behandlung erhält und sich in Bezug auf Pflege und Betreuung gut betreut fühlt. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Zugang zu Wasser in der richtigen Qualität am richtigen Ort ein wichtiger Faktor.

Als das OUH eine neue Wasseraufbereitungsanlage benötigte, wünschte sich das Krankenhaus eine robuste Lösung mit Fokus auf Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Um diese Anforderungen zu erfüllen, musste Grundfos neue und energieeffiziente Technologien einsetzen, um den Wasser- und Energieverbrauch zu minimieren.

Die Lösung

Wasser- und salzsparende Enthärtungsanlage

Das OUH entschied sich für eine Enthärtungsanlage vom Typ STFA, bestehend aus zwei Behältern mit Ionenaustauschermedien. Die Enthärtungsanlage hat eine Gesamtaufbereitungskapazität von 50 m³/h und ist mit einem Verteilersystem ausgestattet, das eine gleichmäßige Durchströmung gewährleistet, wodurch die Kapazität (das Gesamtvolumen des Filtermediums) vollständig ausgenutzt wird.

Die Regeneration der Enthärtungsanlage macht einen großen Teil der gesamten Betriebskosten aus. Diverse Sonderfunktionen dienen zur Minimierung des Wasser- und Salzverbrauchs bei der Regeneration:

  • Überwachung der Regenerationswasserqualität
  • Weitestgehende Wiederverwendung des Regenerationswassers aus den verschiedenen Regenerationsphasen
  • Anlage, die so konzipiert ist, dass sie unabhängig von der Umgebungstemperatur exakt die benötigte Salzmenge verbraucht

Ein Teil des enthärteten Wassers wird als Prozesswasser in Waschmaschinen, Geschirrspülern und Steckbeckenspülgeräten verwendet. Das verbleibende Volumen wird in drei Umkehrosmoseanlagen (RO-Anlagen) aufbereitet.

Wasser- und energiesparendes Umkehrosmose-System

DAS OUH entschied sich für drei Umkehrosmoseanlagen vom Typ RO-PLUS. Dieser Typ zeichnet sich durch eine hohe Ausbeute von bis zu 90 % aus. Im Vergleich dazu liegt die Rückgewinnungsrate der meisten anderen Umkehrosmose-Systeme bei etwa 75 %.

RO-PLUS ist für eine höhere Ausbeutekonzipiert, ohne Kompromisse bei der Wasserqualität oder der Betriebssicherheit einzugehen. In der Theorie mag es einfach klingen, eine höhere Ausbeute zu erzielen, aber in der Praxis kann dies ohne die richtige Erfahrung und das nötige Know-how problematisch sein. Jedes UO-System ist für eine Leistung von 7 m³/h ausgelegt.

Die hohe Ausbeute führt nicht nur zu erheblichen Einsparungen beim Wasserverbrauch, sondern auch beim Energieverbrauch. Der Energieverbrauch pro m³ wird reduziert, indem ein größerer Teil des Zulaufwassers genutzt wird.

Das vollentsalzte Wasser wird für Dampfkessel, Sterilisatoren (Autoklaven) und in den Laboren verwendet.

Das Ergebnis

Am OUH gibt es im Laufe des Tages große Schwankungen im Wasserverbrauch. Um einen optimalen Produktionsfluss zu erreichen, wird das aufbereitete Wasser in einem Puffertank gespeichert. Dadurch wird der Verbrauch von Strom, Wasser und Salz deutlich reduziert.

Um eine bakteriologische Verunreinigung zu vermeiden, wird das Wasser aus dem Puffertank kontinuierlich über eine UV-Anlage und eine Umkehrosmose-Anlage rezirkuliert. Die UV-Licht-Desinfektion eliminiert mikrobiologisches Wachstum im Wasser effektiv durch die Zerstörung der DNA von Mikroorganismen, d. h. von Bakterien, Viren, Algen und Pilzen. Die UO-Membranen entfernen sämtliche organische Stoffe und fungieren somit auch als Hygienebarriere.

Im Vergleich zur alten Wasseraufbereitungsanlage erzielte die neue Wasseraufbereitungsanlage am OUH so hohe Betriebskosteneinsparungen, dass sich die Investition in die neue Anlage innerhalb von etwa einem Jahr amortisierte.

Prozessdiagramm zur Veranschaulichung des Prinzips der Wasseraufbereitung im Universitätsklinikum Oxford (OUH) und in Krankenhäusern im Allgemeinen

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