Elpress, ein führender Hersteller industrieller Hygieneanlagen, optimierte in Partnerschaft mit Grundfos eine bestehende OEM-Reinigungs- und Druckerhöhungsanlage, um diese zukunftssicher zu machen. Ergebnis der gemeinsamen Entwicklungsarbeit ist eine weniger komplexe, energieeffizientere und kostengünstigere Pumpenanlage mit geringerem Platzbedarf. Grundlage dafür ist die Soft-SPS-Lösung von Grundfos in Verbindung mit E-Pumpen des Unternehmens. Mehr erfahren Sie in dieser Referenz und dem zugehörigen Video.
 

Die Ausgangssituation

Elpress ist ein führender Hersteller industrieller Hygieneanlagen mit Sitz in Boxmeer, Niederlande, und bezieht seit vielen Jahren Pumpen von Grundfos. 

„Bisher haben wir Grundfos-Produkte so in unsere Maschinen eingebaut, wie sie waren“, erläutert Kaeso de Jager, Generaldirektor von Elpress. „Aber in den letzten Jahren steigen die Erwartungen unserer Kunden – insbesondere in Bezug auf sparsamen Energie- und Wasserverbrauch.“ Kaeso kontaktierte Grundfos mit der Absicht, die Partnerschaft auf eine neue Grundlage zu stellen. „Und so haben wir angefangen, gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten.“

Erstes Hauptziel war eine verbesserte Druckerhöhungsanlage für Reinigungssysteme, die in industriellen Wasch- und Reinigungsanwendungen zum Einsatz kommen. Bisher verwendete Elpress CRN-Pumpen von Grundfos, die über ein separates, großes Bedienfeld mit SPS (speicherprogrammierbarer Steuerung) gesteuert wurden. 

„Die frühere Grundfos Druckerhöhungsanlage brauchte mehr Platz, war teurer und weniger energieeffizient“, so Jannes Voss, der Geschäftsführer. „Zudem mussten wir damals viel mehr Geräte anschließen, damit alles funktionierte. Unser Ziel war es, die Anlage insgesamt einfacher, robuster, zuverlässiger und weniger komplex zu gestalten.“

Was immer man wissen will, man bekommt echte Informationen, wo Verbesserungspotenzial besteht und wo es bereits gut läuft.
Jannes Voss, Geschäftsführer

Laut Peter Agterberg, Betriebsleiter bei Elpress, begann die Zusammenarbeit in Form von Sondierungsgesprächen mit Regional Sales Manager Luke Gardener und Key Account Manager John Bergmans von Grundfos. „Aber sehr schnell stiegen alle möglichen Abteilungen auf beiden Seiten mit in das Projekt ein. Und die Begeisterung ging sogar darüber hinaus. Wir haben festgestellt, dass Grundfos und Elpress viel gemeinsam haben.“

Nach einer Reihe von Workshops, Kooperationen und Tests im Lauf von 18 Monaten waren beide Partner bereit, eine neuartige Anlage auf den Markt zu bringen. Dieses Open Plant Cleaning-System ist mit der so genannten Soft-SPS-Technologie von Grundfos ausgestattet, die direkt in Grundfos CRNE-Pumpen integriert ist. Infolgedessen ist kein externer Schaltkasten mit SPS erforderlich und die kleineren, intelligenteren E-Pumpen sparen Energie, während sie die Anwendung steuern und Daten erfassen.

Von links nach rechts: John Bergmans und Luke Gardener von Grundfos im Gespräch mit Peter Agterberg, Betriebsleiter bei Elpress

Die Lösung

Die intelligenten E-Pumpen von Grundfos können über die Soft-SPS-Lösung programmiert werden. Zuvor benötigte Elpress einen großen Schaltkasten mit Stromverteiler und SPS. „Jetzt genügt ein kleiner Schaltkasten, der nur noch den Stromverteiler enthält. Alle intelligenten Steuerfunktionen finden in der Pumpe selber statt“, so Guus van Bree, Fertigungsingenieur bei Elpress.

Luke Gardener beschreibt die neue Lösung gerne folgendermaßen: „Bisher lieferte Grundfos die Pumpen als Herzstück von Druckerhöhungsanlagen, die für den nötigen Durchfluss und Druck in den Kundeninstallationen sorgten. Mit der Soft-SPS-Technologie liefert Grundfos nun auch die Steuerzentrale für die gesamte Anlage und eröffnet damit eine Fülle an Möglichkeiten, Energieverbrauch und CO₂-Emissionen zu senken sowie das Gesamtsystem unkomplizierter zu gestalten.“

Eine weitere coole Neuerung besteht darin, dass die Soft-SPS direkt in unsere E-Cloud eingebunden und damit vollständig in unsere Umgebung integriert werden kann.
Guus van Bree, Fertigungsingenieur bei Elpress

Die Soft-SPS-Karte von Grundfos ermöglicht eine stärker digitalisierte, datengestützte Pumpenanlage, die ohne externe SPS auskommt und erheblich an Energie und CO₂-Emissionen einspart.

Jannes Voss, Geschäftsführer von Elpress, zwischen der alten und der neuen Druckerhöhungsanlage

Die Soft-SPS von Grundfos ist in den MGE-Motor der E-Pumpe integriert. Zusammen bilden sie ein leistungsstarkes Gesamtpaket mit Steuer- und Systemintegrationsoptionen. Der MGE-Motor erzielt durch Drehzahlregelung und integrierte Steuermodi ein hohes Maß an Energieeffizienz, während die Soft-SPS mit kundenspezifischer Logik, der Steuerung externer Komponenten und verbesserter Überwachung mithilfe des Grundfos CIM 550 P Ethernet-Moduls für Flexibilität sorgt. Beide gemeinsam bilden eine umfassende Lösung, die die Automatisierung vereinfacht, ohne externe SPS auskommt und sich in Sachen Compliance, Berichterstellung und Leistungsoptimierung durch erheblichen Mehrwert auszeichnet.

Die Lösung verbessert die Überwachung von Daten wie Durchfluss-, Druck- und Temperaturverläufen – unabdingbar für Compliance und Berichterstellung. Elpress zufolge bietet die Soft-SPS dank dieser Anlagenregelung und -überwachung einen erheblichen Mehrwert. Sie ermöglicht die Steuerung externer Komponenten und die Programmierung mit realer Logik, basierend auf den an die Pumpe weitergeleiteten Systemeingaben. „Was immer man wissen will, man bekommt echte Informationen, wo Verbesserungspotenzial besteht und wo es bereits gut läuft“, sagt Jannes Voss.

„Eine weitere coole Neuerung besteht darin, dass die Soft-SPS direkt in unsere E-Cloud eingebunden und damit vollständig in unsere Umgebung integriert werden kann“, ergänzt Guus van Bree. Und auch der Platzbedarf sei erheblich geschrumpft: „Früher hatten wir sehr große, kopflastige Pumpen. Jetzt sind die Pumpen viel kleiner, denn sie laufen mit höherer Drehzahl, sodass wir mit ihnen die gleichen Spezifikationen erreichen können. Das ist großartig – zusätzlich zu dem, was wir durch die Steuerung leisten können. Außerdem fällt die Anlage erheblich kleiner aus. Die alte wog etwa 400 kg, die neue nur noch 270 kg. Das heißt, sie ist um etwa 130 kg leichter.“

Zudem, so Guus, ermöglicht die Drehzahlregelung eine kontrollierte Beschleunigung, je nach unterschiedlichem Kundenbedarf. So ist für jeden Nutzer zu jeder Zeit genau der richtige Durchfluss und Druck gewährleistet. „Wir können nun verschiedene Sollwerte wählen, da wir diese zeitabhängig oder nach Kundenwunsch steuern können. Beispielsweise können wir die Anlage tagsüber, zu Beginn der Reinigung, mit nur 20 bar betreiben. Abends gehen wir dann auf volle Leistung, also 40 bar. Das spart jede Menge Energie.“

Das Ergebnis

“Das Coole daran ist, dass wir die Entwicklung zusammen mit Grundfos gemacht haben“, so Guus van Bree. „Bei unseren anderen Lieferanten haben wir so etwas noch nie erlebt – dass sie zu uns kommen und sagen: ‚Mal schauen, wie wir dieses Produkt verbessern können‘. Und jetzt haben wir ein System, das genau unseren Vorstellungen entspricht und von Grundfos geliefert wird. Das ist einfach großartig!“

Luke Gardener sagt, dass die Technologie, die in diesen neuen, gemeinsam entwickelten Systemen angeboten wird, dem globalen Lebensmittel- und Getränkemarkt bei seinen Nachhaltigkeitsbestrebungen, der Reduzierung des Energieverbrauchs, der Reduzierung des Wasserverbrauchs und des CO2-Ausstoßes helfen wird, „... und außerdem die Transparenz bietet, um die Informationen und Daten in ihren Systemen einzusehen.“

Elpress schätzt die Energieeinsparungen pro Anlage auf etwa 25%, was 10 Tonnen weniger CO₂-Emissionen und 4.200 EUR eingesparten Energiekosten pro Jahr entspricht. *

„Nachhaltigkeit bringt finanzielle Vorteile mit sich, die langfristig einen erheblichen geschäftlichen Nutzen für unsere Kunden darstellen“, erläutert Kaeso de Jager.

„Ich bin von dem Ergebnis wirklich begeistert“, fährt er fort. „Wir haben die wichtigsten Herausforderungen angegangen, die wir derzeit auf dem Markt sehen. Aber für mich zählt noch weit mehr, dass wir eine Zusammenarbeit begründet haben, die uns künftige Entwicklungsmöglichkeiten erschließt. Denn die sich wandelnde Nachfrage wird uns zu Innovationen zwingen, und das ist einer der Werte, die wir unseren Kunden bieten. Und wir entwickeln uns ständig weiter. Wir brauchen kurze Markteinführungszeiten und müssen in der Lage sein, den Kunden unsere Innovationen so schnell wie möglich zugänglich zu machen. Die Zusammenarbeit mit Grundfos gibt mir das Vertrauen, dass wir dies auf die nächste Stufe bringen können.“

Guus van Bree überprüft den Datenfluss der Druckerhöhungsanlage mit Soft-SPS.

Info zur Referenz:

  • Thema: Industrielle Reinigungssysteme
  • Ort: Boxmeer, Niederlande
  • Kunde: Elpress BV

Quellen: Die Fakten in dieser Referenz stammen aus Interviews vor Ort bei Elpress BV in Boxmeer, Niederlande, am 14. Oktober 2025.
* Die Angaben basieren auf einem Grundfos Energy Check Advanced und einem Vergleich der in Echtzeit überwachten Daten des bisherigen Druckerhöhungssystems mit denen des neu entwickelten Druckerhöhungssystems.

Grundfos lieferte:

Neben der gemeinsamen Entwicklung des Elpress Open Plant Cleaning-Systems lieferte Grundfos eine Soft-SPS-Lösung, die die Komplexität der Anlage reduziert und eine stärker digitalisierte, datengestützte Pumpenanlage ermöglicht. Die Lösung umfasst eine verbesserte Konnektivität, die eine Fernkonfiguration und das Auslesen von Fehlercodes ermöglicht.

Dank Soft-SPS kommt die Anlage ohne externe SPS aus. Elpress steigert die erheblichen Energieeinsparungen, die Reduzierung der CO2-Emissionen und die Zuverlässigkeit der Pumpen noch weiter, indem es intelligente Hochgeschwindigkeits-E-Pumpen von Grundfos in seine Lösung integriert. 

Die Soft-SPS basiert auf firmeneigener, patentierter Technologie von Grundfos. Sie bietet Nutzern die Möglichkeit, eigene Logikfunktionen zu erstellen und alle verfügbaren Einund Ausgänge des intelligenten MGE-/MLE-Pumpenmotors zu nutzen, der die Grundfos E-Pumpen antreibt. Zudem sinken die Gesamtinvestitionskosten für die Anlagen.

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