Markt Goldbach ist eine Ortschaft im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Am Fuße des Spessarts gelegen bietet sich auf rund 11 km² nicht nur eine reizvolle Landschaft, sondern auch eine gute Verkehrsanbindung, vor allem über die Autobahn A3. Eine Voraussetzung für beste Verbindungen zum Gewerbestandort Aschaffenburg und darüber hinaus zum Rhein-Main-Gebiet.

Diese Standortvorteile waren der Grund für die Ansiedlung zahlreicher erfolgreich arbeitender Unternehmen. Für nachhaltigen Erfolg ist eine gut ausgebaute Infrastruktur erforderlich. Eine Schlüsselstellung bietet hierbei die Trinkwasserversorgung für Einwohner, Handel und Gewerbe.

DEA in der Weidenbörnerstraße mit 3 CRIE 15-5 sowie einer CRIE 5-9, die als Pilotpumpe eingesetzt ist

Die Trinkwasserversorgung im Markt Goldbach

In Deutschland zählt die Trinkwasserversorgung – als Bestandteil der kommunalen „Daseinsvorsorge“ – zu den Pflichtaufgaben der Gemeinden

bzw. Städte. Dieser Grundsatz gilt natürlich auch für den Markt Goldbach. Auf Grund der vorliegenden geologischen Bedingungen wird das Wasser nicht über eigene Brunnen gewonnen. Für Wassergewinnung, -aufbereitung und -zuleitung zu den Ortsnetzen ist der Zweckverband zur Wasserversorgung der Aschafftalgemeinden (ZWA) – eine Körperschaft des öffentlichen Rechts – zuständig. 

Die Wasserversorgung der Ortsteile selbst liegt in den Händen der Kommune. Eine zentrale Rolle spielen hierbei drei Druckerhöhungsanlagen (DEA). In den Jahren 2016 bis 2024 wurde die bislang eingesetzte Pumpentechnik ausgetauscht. Damit einhergehend sollten die beiden Anlagen in der Weidenbörnerstraße und in der Hauptstraße Schaltstellen einer Ringleitung bilden, die sich im Bedarfsfall gegenseitig ersetzen können. Die DEA in der Weidenbörnerstraße versorgt überwiegend Wohngebiete sowie Handel und Gewerbe bei einem täglichen Wasserdurchfluss von ca. 36 m³ (September 2025). Die DEA in der Hauptstraße versorgt gleichfalls Wohngebiete, allerdings zusätzlich die Sportanlagen und in den Monaten Mai bis September das Schwimmbad. Der tägliche Wasserdurchfluss (September 2025) lag hier bei 23 m³.

 

Sichere Wasserversorgung durch moderne Pumpentechnik

Jede kommunale Wasserversorgung hat ein Ziel: zuverlässige Trinkwasserversorgung aller Haushalte und Gewerbebetriebe mit hochwertigem Trinkwasser in ausreichender Menge und ausreichendem Druck. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigt man eine hochwertige Pumpentechnik, die zudem wirtschaftlich arbeitet. Beim Austausch der Pumpentechnik der DEA wurde hierauf ein besonderer Schwerpunkt gelegt. Die Anlagen in der Hauptstraße sowie in der Weidenbörnerstraße sind mit identischer Technik ausgestattet. Beide Anlagen sind ausgerüstet mit jeweils 3 CRIE 15-5 und 1 CRIE 5-9 in der 2.2 kW Version. Die CRIE-Reihe wird vorzugsweise für die Wasserförderung genutzt. Die mehrstufigen Kreiselpumpen in Inlinebauweise stehen in einer Vielzahl unterschiedlicher Baugrößen zur Verfügung, um große Förderstrom- und Förderhöhenbereiche abdecken zu können. Die CRIE sind aus Edelstahl 1.4301 gefertigt. Durch den integrierten Frequenzumrichter ist die Pumpe bestens geeignet für Anwendungen, bei denen hohe Ansprüche an die Förderleistung und die Effizienz gestellt werden. Alle medienberührenden Bauteile sind aus Edelstahl. Die entlastende Gleitringdichtung rundet die Technik ab.

DEA an der Hauptstraße, die Pumpentechnik ist identisch mit der DEA an der Weidenbörnerstraße. Alle Anlagen sind an das Grundfos Grundfos Connect Asset Monitor angeschlossen.

Wir müssen lernen mit Trinkwasser sparsam umzugehen. Es ist knapp und wertvoll. Deshalb hat Markt Goldbach auch eine Trinkwasser-Ampel eingeführt.
Jens Kraus, Vorarbeiter Tiefbau, Markt Goldbach

Planung und Einbau der Pumpentechnik: einfach – übersichtlich – wirkungsvoll

Die beste Pumpentechnik ist nur so wirkungsvoll, wie es die Planung zulässt. Deshalb kommt der Kommunikation zwischen Betreiber und der „Technik“ eine besondere Bedeutung zu. Mit dem Austausch der Pumpentechnik wurde die Rolig GmbH in Flörsheim beauftragt. Das Unternehmen ist autorisierter Servicepartner der Grundfos GmbH und verfügt über ein großes Erfahrungsspektrum bei Aus- und Umbau von Druckerhöhungsanlagen. Um die Wasserversorgung zu optimieren und gleichzeitig die eingesetzte Energie effizient zu nutzen, wurde das Unternehmen beauftragt, alle drei kommunalen DEA mit neuer Pumpentechnik auszustatten. Über diesen Rahmen hinaus wurden alle 3 Anlagen mit Druckflusszählern ausgestattet, um Wasserverluste ermitteln zu können. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach einer besseren Netzüberwachung geäußert, damit auf diese Weise Leckagen örtlich besser eingrenzt werden können. Die Diskussion, wie diese Vorgaben am besten umzusetzen sind, wurde intensiv geführt. Mit der Technik allein war das Problem nicht zu lösen. Folgerichtig suchte man nach einer „Softwarelösung“.

Über Grundfos Grundfos Connect Asset Monitor können alle systemrelevanten Daten in Echtzeit abgerufen werden

Für die Automatisierung mit verteilter Intelligenz bietet Grundfos unter anderem Druckerhöhungsanlagen für die Trinkwasserversorgung an, die sowohl für die Leittechnik-Anbindung vorbereitet sind als auch ohne GLT per Cloudlösung gesteuert werden können. Bei der Entwicklung der Lösungen wird der Ansatz verfolgt, wesentliche Komponenten wie Sensoren, intelligente Steuerungsmöglichkeiten und Kommunikationsschnittstellen in die Pumpensysteme zu integrieren. Als vorkonfigurierbare Subsysteme erleichtern sie Auslegung und Installation und stellen umfangreiche Daten für die Optimierung des Betriebs zur Verfügung. Sie lassen sich nahtlos in die Gebäudeautomation einbinden.

Für uns ist ein Informationsastausch mit unseren Kunden sehr wichtig. Nur wenn wir genau wissen, wo die Probleme liegen, können wir eine optimale Lösung anbieten.
Klaus Wiesmeier, Abteilungsleiter für Grundfos & Pumpentechnik bei Rolig GmbH

Die Anlage zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise aus. Das Display ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Klaus Wiesmeier, Rolig GmbH, prüft die Anlage.

Die entscheidende Idee für die „Grundfos Connect Asset Monitor-Lösung“ hatte das mit dem Umbau beauftragte Unternehmen Rolig. Sie entstand nach umfangreichen Gesprächen mit dem Auftraggeber, in denen die Wünsche und Bedürfnisse herausgearbeitet werden konnten.

Wir sind mit der Pumpentechnik und der Grundfos Connect Asset Monitor sehr zufrieden. Die Steuerung ist übersichtlich und einfach. Das alles ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den alten Anlagen
Jens Kraus, Vorarbeiter Tiefbau, Markt Goldbach

Die Lösung für die DEA im Markt Goldbach ist „Grundfos Connect Asset Monitor“

Hierbei handelt es sich um ein internetbasierendes Plug-and-Play-System. Diese effiziente und kostengünstige Softwarelösung bietet: Überwachung, Benachrichtigungen und Berichte/Archiv. Die Echtzeitüberwachung bietet jederzeit Zugriff auf alle systemrelevanten Daten und über den Zustand der Anlage. Es alarmiert bei ungewöhnlichen Vorkommnissen und minimiert damit natürlich die Inspektionen vor Ort, sowie die damit verbundene Arbeitszeit und Fahrleistung.

Nach genauer Analyse der Leistungsfähigkeit der Softwarelösung „Grundfos Connect Asset Monitor“ sowie des Anforderungsprofils entschloss man sich, das System für alle 3 Anlagen zu nutzen. Nach den bislang vorliegenden Erfahrungswerten ergibt sich folgendes Bild:

  1. Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit für die Inspektion und Kontrolle hat sich um 50% reduziert.
  2. Die Netzüberwachung ist lückenlos, alle Daten können jederzeit abgerufen werden, das gilt natürlich auch für den Wasserverbrauch.
  3. Wasserverluste können zeitnah erkannt werden. Somit können Gegenmaßnahmen ergriffen werden, bevor größere Schäden entstehen.
  4. Es ist eine lückenlose Archivierung möglich. Verbrauchsdaten können miteinander verglichen werden. Das erleichtert Planung, Wartung und ggf. Fehlersuche.

Inspektion der DEA an der Weiderbörnerstraße: von links nach rechts: Harald Steinbach, Senior Sales Engineer, Grundfos; Lars Vogedes, Servicetechnik Rolig GmbH; Klaus Wiesmeier, Abteilungsleiter Grundfos & Pumpentechnik, Rolig GmbH; Jens Kraus; Vorarbeiter Tiefbau, Markt Goldbach.